Gedanken über ein Zitat

Hallo Suchender,

kennst du auch dieses schöne Zitat, was einem bei der Suche nach seinem Weg im Leben immer mal wieder vor die Füße kullert?

„Two roads diverged in a wood, and I –
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.“
(Robert Frost)

Deutsch: Zwei Wege führten im Wald auseinander und ich-
Ich wählte den Weg, der weniger bereist war
und das hat den ganzen Unterschied gemacht.

Was hältst du von diesem Spruch? Ich gebe hier mal mein Fazit:

Surprise, ich mag den Spruch nicht. Also wirklich gar nicht. Also null.

Denn wenn du diesen Spruch befolgst, gibst du die Verantwortung über dein Leben in die Hände anderer. Sie entscheiden sich für einen Weg, du orientierst dich daran und gehst blindlings in die andere Richtung- unabhängig davon, ob dir dieser andere Weg gefällt, ob er zu dir passt, ob er mit deinen Zielen, Werten und Wünschen vereinbar ist. Am Ende landest du vielleicht irgendwo in der Pampa, an einem gottverlassenen, trostlosen Ort, der dir kein Stück gefällt und was machst du dann? Auf die anderen schimpfen, weil sie gefälligst diesen Scheißweg hätten wählen können, damit du den besseren Weg gehen kannst? Wie absurd. Es war ja deine Entscheidung, einen auf Punk zu machen.

Es ist gut, sich von der Meinung der anderen freizumachen und nicht einfach blind der Herde zu folgen. Aber einfach das Gegenteil zu machen, ist doch genauso klischeehaft und sinnlos. Es geht ja gerade darum, dass du dir kein Schema F für dein Leben suchst, sondern dich mit dir selbst auseinandersetzt und eine individuelle Du-Lösung findest, keine allgemeine Pro- oder Anti-Haltung. Und vielleicht stellst du dann fest, dass du an dieser Stelle im Wald doch gerade auch den beliebten Weg als genau passend für dich empfindest. Zum Beispiel weil du bei 30°C im Schatten eben auch ins Freibad gehen magst oder weil neben dem Freibad eine weniger besuchte, aber für dich interessante Bücherei steht o. ä.

Ich habe mal eine Abwandlung von diesem Spruch gelesen, die mir sehr viel besser gefallen hat. Leider weiß ich nicht mehr, von wem sie stammt:

„Zwei Wege führten im Wald auseinander.
Ich wählte den Weg, der mir mehr Angst machte
und das hat den ganzen Unterschied gemacht“.
(unbekannt)

Der entscheidende Vorteil: Diese Variante hat was mit dir zu tun. Du orientierst dich nicht mehr an anderen, sondern an deinen eigenen Gefühlen. Und damit wählst du einen Weg, der zu dir passt- und der dich auch noch herausfordert. Dadurch kannst du wachsen, lernen, weiterkommen. Der Weg bietet dir also alles, was du brauchst- und nicht bloß das, was die anderen übrig gelassen haben.

 (Fotos: http://www.pixabay.de)

 

 

 

 

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